German Angst bremst Fortschritt

Attribute wie Fleiß, Beständigkeit und Gründlichkeit werden weltweit mit dem Stereotyp des deutschen Unternehmers verbunden. Andererseits spielt der Begriff „German Angst“ eine mindestens ebenso relevante Rolle. Die Komfortzone verlässt der Mittelstand unternehmerisch nämlich nicht gerne. Das Risiko: Große Schritte werden nicht getan. Es lohnt sich also, sein Mindset zu hinterfragen, um vorweg zu gehen.

1. DIGITALISIERUNG ALS CHANCE

Viele Unternehmer empfinden die Digitalisierung als Risiko, sogar als existenzbedrohend. War man doch Jahre oder jahrzehntelang in seinem sicheren Umfeld als Experte unterwegs, kennt seinen Markt und sein Netzwerk, begibt man sich mit der Entscheidung zur Digitalisierung auf ein bisher unbekanntes, nicht praktiziertes Feld. Es lohnt sich aber! Die Chance, das eigene Geschäftsmodell zu erweitern und die Effizienz zu steigern, darf sich niemand entgehen lassen, der unternehmerisch noch Großes vorhat.

2. SCHEITERN PRAKTIZIEREN

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet ebenso stellenweise zu scheitern. Was in Deutschland leider (noch) sehr verpönt ist und z. B. viele Unternehmer mit guten Ideen von Gründungen abhält, leben Persönlichkeiten wie Elon Musk bereits erfolgreich – den Misserfolg. Schon gewusst, dass seine Firma X.com, die später zu PayPal wurde, 1999 unter die 10 schlechtesten Business-Ideen im Tech-Bereich gewählt wurde? Heute ist Elon der reichste Mann der Welt.

3. MUT ZU AGILITÄT

Wenn Unternehmen ihre Rolle festigen wollen, sind in den meisten Fällen weitreichende Eingriffe in bestehende Systeme und Prozesse bis hin zum Kern des Geschäftsmodells zwingend erforderlich. Zu sehr wird noch in klassischen Organisationen verharrt. Der Mut, agiler zu arbeiten, Prozesse zu beschleunigen und u. a. nach dem Pareto-Prinzip zu arbeiten wird belohnt.

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