WAS SIND EIGENTLICH SUBVENTIONEN?

Jeder Unternehmer, der etwas auf sich hält, hat sich vermutlich schon mal mit dem Thema Subventionen beschäftigt. In der öffentlichen Wahrnehmung sind Subventionen häufig Milliardenpakete, die an schwächelnde Branchen ausgegeben werden. Wer sich genauer mit dem Thema befasst, merkt jedoch, dass Deutschland gerade für mittelständische Unternehmen (KMU) eine lohnende Förderkulisse bietet.

Subventionen einfach erklärt

Als Subventionen oder Fördermittel bezeichnet man im Allgemeinen finanzielle Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln an Unternehmen oder Privatpersonen. Subventionen sind als Impuls mit zusätzlichem finanziellen Anreizeffekt zu verstehen, mit denen ein bestimmtes Ziel von typischerweise volkswirtschaftlicher oder struktureller Bedeutung verfolgt wird. Sie können entweder als Zuschüsse in Form direkter Finanzhilfen geleistet werden oder indirekt, z. B. als Steuervergünstigungen. Anders als Kredite wirken Subventionen unmittelbar und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Welche Arten von Subventionen gibt es?

Je nach Zielsetzung des Zuschusses gibt es verschiedene Arten von staatlichen Subventionen. Die zwei wichtigsten Arten sind Anpassungs- und Erhaltungssubventionen. Erhaltungssubventionen dienen dazu, bereits existierende Wirtschaftssektoren zu unterstützen und zu fördern. Hierbei geht es allerdings – wie der Name bereits sagt – nicht um einen Ausbau oder eine Weiterentwicklung, sondern lediglich um den Erhalt der Sektoren. Beispiele sind Subventionen für Landwirtschaft oder Bergbau. Diese Subventionen werden häufig durch die EU in großem Stil ausgeschüttet und spielen daher in der öffentlichen Wahrnehmung eine große Rolle. Im Gegensatz dazu geht es bei Anpassungssubventionen – manchmal auch Förderungssubventionen genannt – um das Erschließen neuer Wirtschaftsfelder. Gefördert wird hier die Anpassung von Unternehmen an neue, zukunftsweisende sowie wachstumsversprechende Technologien und Branchen, beispielsweise der Energie- und Umwelttechnik sowie Digitalisierung bzw. Informations- und Telekommunikationstechnologien. Das schließt auch die Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse seitens der Unternehmen mit ein.

Wer bekommt Subventionen?

Für viele mittelständische Unternehmen bzw. KMU sind Anpassungssubventionen interessant. Denn diese sollen Unternehmen durch die verbundene finanzielle Unterstützung dazu motivieren, neue Technologien zu nutzen. Ein Beispiel sind Förderungen, um die unternehmensinterne Digitalisierung voranzutreiben. Zudem sinkt durch den Zuschuss der Eigenanteil an der Investition. Diese freigewordenen Mittel können dazu dienen, Projekte zu erweitern oder – etwa durch die Einbindung von mehr Personal – zu beschleunigen.

Ein weiteres Feld, das intensiv gefördert wird, ist die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren. Hier werden Unternehmen mit Innovationspotential gefördert, die in ihrer Branche Neuerungen anstreben. Beispiele sind die Einsparung von Emissionen sowie zeit- und ressourceneffizientere Produktionstechniken.

Was viele nicht wissen: Deutschlands Förderkulisse ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv. Digitalisierungs- oder Innovationsförderungen bieten Möglichkeiten, die sonst Konzernen vorbehalten sind. Aktiv werden lohnt sich also!